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Die USA navigieren zwischen steigenden Rohstoffpreisen, Inflationssorgen und möglichen Zinssenkungen, Europa verarbeitet seinen Grönland-Schock, und die Aufregung um den Dollar-Yen-Kurs hat sich wieder gelegt. Währenddessen fühlt sich so mancher Goldanleger der Kryptobranche näher, als ihm lieb sein dürfte, stellt Mark Dowding fest, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management.
Hier sein aktueller Marktkommentar:
Vor dem Hintergrund eines relativ robusten Wachstums in den USA sind die Renditen langfristiger Staatsanleihen in der vergangenen Woche leicht gestiegen. Die Fed-Sitzung in dieser Woche bot den Marktteilnehmern wenig Neues, da Jerome Powell offenbar entschlossen ist, die Zinsen bis zum Ende seiner Amtszeit im Mai unverändert zu lassen.
Ohne den bevorstehenden Wechsel an der Fed-Spitze wäre mit einer weiteren geldpolitischen Lockerung im Laufe des Jahres 2026 wahrscheinlich nicht zu rechnen. Doch Trump wird Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden benennen, und er dürfte versuchen, einen lockeren Kurs mit dem Argument zu rechtfertigen, Produktivitätssteigerungen durch künstliche Intelligenz würden die Inflation unter Kontrolle halten. Folglich preisen die Terminmärkte weiterhin zwei Zinssenkungen in diesem Jahr ein, wie bereits seit einigen Monaten.
Der Anstieg der Rohstoffpreise hat die Aufwärtsrisiken für die Preise kurzfristig verstärkt. Der breit aufgestellte S&P Goldman Sachs Commodity Index ist im Vergleich zum Stand Mitte letzten Monats um 10 % gestiegen. Metalle haben die Rallye angeführt, wobei die Gold- und Silberpreise aufgrund spekulativer Käufe deutlich gestiegen sind.
Die Preisbewegungen betrafen auch die Preise für Agrarrohstoffe und Energie, die in den letzten Wochen gestiegen sind. Mit 70 US-Dollar liegen die Brent-Rohölpreise nun leicht über ihrem 12-Monatsdurchschnitt. Die zunehmenden Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran und dem Nahen Osten sind ein Aspekt davon. Es scheint, dass die Hoffnungen der US-Regierung, dass der Ölpreis in Richtung Trumps Zielpreis von 50 US-Dollar sinken würde, nun in weite Ferne gerückt sind.
Ansonsten standen in den letzten Tagen die Bewegungen an den Devisenmärkten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Eine Kursüberprüfung des Dollar-Yen durch das US-Finanzministerium Ende letzter Woche führte zu einem dramatischen Rückgang des Wechselkurses, da eine koordinierte Intervention erwartet wurde.
Obwohl es bislang noch nicht zu einer tatsächlichen Intervention gekommen ist, hat diese Maßnahme den Markt in Aufruhr versetzt und scheint vorerst diejenigen abgeschreckt zu haben, die auf eine erneute Schwäche der japanischen Währung spekulieren wollten.
Dieser Schritt hatte wohl auch mit der wachsenden Frustration in den USA darüber zu tun, dass die Instabilität japanischer Staatsanleihen letzte Woche auch US-Staatsanleihen belastete. Sie verstärkte den Wunsch, die Märkte zu beruhigen.
Angesichts der US-Interventionen fragt sich nun mancher, ob die US-Regierung nicht sogar stillschweigend einen grundsätzlich schwächeren Dollar anstrebt. Immerhin versucht sie auch, die aktuellen Leistungsbilanzdefizite zu beseitigen. Abgesehen vom Yen und dem koreanischen Won würden die USA nach unserer Einschätzung jedoch eher einen stabilen Dollar gegenüber anderen wichtigen Währungen bevorzugen.
Auf jeden Fall wollen die USA jedes Szenario vermeiden, dass zu einer Wiederholung der Sell-America-Stimmung im vergangenen April führen würde.
Europa leckt nach dem Grönland-Debakel noch immer seine Wunden und ist zunehmend verärgert über die USA unter Trump. Unter diesem Eindruck gab es in den letzten Wochen mehrere schlagzeilenträchtige Umschichtungen weg von US-Anlagen – und die politischen Entscheidungsträger in Washington wollen sicherstellen, dass aus einem Rinnsal keine Flut wird.
Dieses Szenario ist aus unserer Sicht jedoch unwahrscheinlich. Investoren auf der ganzen Welt haben weiterhin Interesse an US-Aktien. Aktuell treiben eine starke Wirtschaft und die Führungsrolle im KI-Bereich die Gewinne nach oben. Da ist es wenig wahrscheinlich, dass Investoren sich beeilen werden, ihre US-Bestände abzubauen.
Noch ein Wort zum Yen: Der Rückgang auf 153 Yen pro Dollar hat den Druck genommen, der sich in Nähe der wahrgenommenen Interventionsschwelle von 160 Yen aufgebaut hatte. Momentan bezweifeln wir daher, dass es tatsächlich zu einer Folgeintervention kommen wird. Es ist möglich, dass der Kurs in den nächsten Wochen wieder über 155 Yen steigen könnte.
Die Renditen europäischer Anleihen haben sich letzte Woche innerhalb einer engen Bandbreite bewegt. Derzeit erwarten wir seitens der EZB keine Zinsänderungen im laufenden Jahr. Trotzdem könnte eine Zinssenkung im Raum stehen, wenn sich die Inflation in der Eurozone nach unten entwickelt – zum Beispiel, wenn der Euro an den Devisenmärkten weiter zulegt.
Bei japanischen Anleihen haben sich die Renditen nach den Turbulenzen der Vorwoche deutlich stabiler entwickelt. Man hatte vielleicht gehofft, dass die Androhung von Interventionen, die den Yen an den Devisenmärkten bewegte, auch zu einem Rückgang der Renditen beitragen würde. Das blieb jedoch aus.
Der Fokus der Märkte liegt auf dem Ausgang der Wahl in Japan nächste Woche. Interessanterweise galt die LDP unter Takaichi, als sie erstmals eine Senkung der Mehrwertsteuer vorschlug, als unverantwortlich, während jetzt die Oppositionsparteien genau solche Pläne verfolgen. Ein klarer Sieg für Takaichi könnte als positiv für den Markt angesehen werden.
Es wurde bereits viel über die fiskalischen Risiken in Japan geschrieben. Wir sehen die Staatsverschuldung jedoch nicht als Gefahr. Die Bruttoverschuldung im Verhältnis zum BIP ist zwar hoch, aber die Nettoverschuldung liegt unter 80 %, wenn man die hohen inländischen Ersparnisse berücksichtigt.
Darüber hinaus weist Japan einen hohen Leistungsbilanzüberschuss auf, und der Großteil der Schulden wird im Inland von der Zentralbank gehalten, die sich nicht zu einem unberechenbaren Verkäufer wandeln wird. Außerdem lag das Haushaltsdefizit Japans im Jahr 2025 bei etwa 2,4 % und damit weit unter dem Niveau vieler anderer Länder weltweit.
Selbst nach einer Mehrwertsteuersenkung 2026 sollte das Defizit unserer Meinung nach im kommenden Jahr 4 % nicht überschreiten. Die Schuldenquote sollte in den kommenden 12 Monaten weiter sinken, solange die japanische Wirtschaft robust bleibt und ein gesundes Wachstum des nominalen BIP verzeichnet.
Die Volatilität könnte auf Edelmetalle und Teile des Aktienmarktes durchschlagen, was die Gefahr einer Trendwende am Markt erhöhen würde.
Angesichts der seit Jahren niedrigen Spreads bei Unternehmensanleihen nehmen wir eine defensivere Haltung ein und suchen nach Möglichkeiten, um Rendite und Carry-Erträge zu erzielen. Wir sehen Chancen in einer Reihe von Währungen und Zinsmärkten der Schwellenländer.
30-jährige japanische Staatsanleihen auf USD-Hedge-Basis erzielen eine Rendite von 6,50 %, was zeigt, dass es bei sehr steilen Zinskurven in den Industrieländern auch interessante Möglichkeiten gibt, attraktive Carry-Erträge im Vergleich zu den Kassazinsen zu erzielen.
Wenn man bedenkt, dass diese Renditen sich auf dem Niveau des US-HY-Indexes bewegt, könnte man sich in Alice im Wunderland wähnen, einer Welt, in der alles Kopf steht! Verrückte Hutmacher laufen zuhauf über die Bühne. Hoffentlich müssen sie am Ende nicht einsehen, dass ihr Schatz nur Katzengold ist, so wie es sich offenbar immer mehr Krypto-Investoren bereits eingestehen.
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