Wir können nur in den aufgelisteten Ländern vermarkten.
Sie dürfen nur auf die öffentlichen Seiten unserer Website zugreifen.
Die hohen US-Lebenshaltungskosten und insbesondere -Spritpreise drohen den Republikanern die Zwischenwahlen zu verhageln. Kanada und die EU nähern sich an. Und der kanadische Premier Mark Carney hat Rückenwind – was Donald Trump nicht zu gefallen scheint, beobachtet Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management.
Hier sein aktueller Marktkommentar:
Die Zinserhöhung der Federal Reserve diese Woche stabilisiert die US-Anleiherenditen. Sie scheint die These einer Rückkehr zur orthodoxen Geldpolitik zu untermauern, nachdem zuvor die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik in Frage gestellt worden war.
Obwohl der Zinsschritt bereits im Vorfeld weitgehend eingepreist war, trug der überzeugende Auftritt des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh bei der Pressekonferenz maßgeblich zur Verbesserung der Marktstimmung bei – nachdem Warsh bei seinem letzten Auftritt noch den Eindruck erweckt hatte, bei der Beantwortung von Fragen ins Straucheln zu geraten.
Die Märkte preisen nun eine weitere Zinserhöhung im kommenden Quartal ein, doch unserer Ansicht nach wäre eine zweite Zinserhöhung im Oktober nur dann erforderlich, wenn die nächste Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex eine negative Überraschung mit sich bringen sollte. Ein Rhythmus mit einer eher schrittweisen Straffung bei jeder zweiten Sitzung erscheint uns wahrscheinlicher. Da zudem bis September 2027 drei weitere Zinserhöhungen bereits eingepreist sind, steigen unserer Meinung nach die Chancen, dass in den kommenden 12 Monaten eher eine geringere als eine stärkere geldpolitische Straffung erforderlich sein könnte.
Die Konjunktur in den USA wird auf absehbare Zeit weiterhin durch eine robuste, KI-getriebene Nachfrage gestützt, und da die Energiepreise auf hohem Niveau bleiben, gehen wir davon aus, dass die Inflation nur langsam zurückgehen wird. Solange sich der Trend bei den Preissteigerungen jedoch nach unten abzeichnet, wird der Offenmarktausschuss unserer Meinung nach darauf bedacht sein, die Zinsen nicht zu weit in den restriktiven Bereich zu treiben.
Offensichtlich herrscht die Einschätzung, dass die Inflation und damit auch die Geldpolitik weiterhin von der Entwicklung der Energiepreise und damit auch vom Verlauf des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten abhängen. Wir gewinnen jedoch zunehmend den Eindruck, dass die USA versuchen, sich aus der Region zurückzuziehen, da es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine tragfähigen politischen Optionen gibt. In dieser Hinsicht ist es aufschlussreich, dass die USA bei ihrer Reaktion auf die Angriffe der Huthis auf Saudi-Arabien offenbar einem diplomatischen Dialog mit den jemenitischen Rebellen Vorrang eingeräumt haben, anstatt dem saudischen Regime direkt zu Hilfe zu eilen. Dies lässt sich zwar auch durch erschöpfte Waffenvorräte und steigende Kriegskosten erklären, dennoch erscheint das Desinteresse der USA an einer Eskalation bemerkenswert.
Die Ölpreise haben in der vergangenen Woche nachgegeben. Es mag verfrüht sein, von einer Trendwende zu sprechen, doch jeder weitere nennenswerte Anstieg der US-Energiepreise könnte eine politische Kehrtwende wahrscheinlicher machen. US-Dieselpreise von über sechs Dollar pro Gallone haben landesweit Aufmerksamkeit erregt und die Diskussion über ein Embargo für Dieselexporte wieder angefacht, um die Inlandspreise zu dämpfen.
Ein solcher Schritt würde dazu beitragen, den Preisdruck in den USA einzudämmen, während er ihn in Europa verschärfen würde – Trumps „America First“-Agenda dürfte diesem letzten Punkt allerdings kaum Beachtung schenken. Eine Maßnahme zur Senkung der US-Energiepreise könnte Trump mehr Unterstützung in der Bevölkerung einbringen als die in der vergangenen Woche ins Spiel gebrachte 5.000-Dollar-Geschenkaktion. Doch jedwede Maßnahme dürfte “too little too late” sein, um die Aussichten der Republikaner bei den Zwischenwahlen im November dieses Jahres zu verbessern.
Zwar gibt es Präzedenzfälle für Exportbeschränkungen, doch ist es unwahrscheinlich, dass diese in den USA auf breite Zustimmung stoßen, und ihre Umsetzung könnte sich aufgrund regionaler Komplexitäten in den Lieferketten innerhalb der USA als schwierig erweisen. Wir würden solche Maßnahmen nur dann erwarten, wenn die Ölpreise von ihrem derzeitigen Niveau aus noch deutlich weiter ansteigen – und wir werden immer zuversichtlicher, dass es nicht dazu kommen wird.
Was unterdessen die US-Inflation und die Geldpolitik betrifft, so ist für die nächsten Monate wohl von vergleichsweise stabilen Rohölpreisen auszugehen, und das dürfte den Inflationsdruck dämpfen. Sofern sich keine Anzeichen für einen sekundären Preisdruck zeigen, gehen wir davon aus, dass der Verbraucherpreisindex zunächst auf 3 % und danach in den hohen 2er-Bereich sinken wird. Auf diesem Niveau könnte sich die Inflation möglicherweise stabilisieren. Damit sehen wir kaum einen Grund, die Zinsen nach dem ersten Quartal deutlich anzuheben, es sei denn, die Wirtschaftsdaten deuten in den kommenden Monaten auf einen anderen Verlauf hin.
Wenn die Renditen ihren Höchststand erreichen, könnte dies auch mit einem Höhepunkt des Trends zur Abflachung der Zinskurve zusammenfallen, der den diesjährigen Bärenmarkt geprägt hat. Daher sehen wir in 5-jährigen US-Staatsanleihen, deren Renditen sich der 5-Prozent-Marke nähern, ein gewisses Wertpotenzial, bleiben jedoch bei längeren Laufzeiten weiterhin zurückhaltender. Das anhaltend hohe Emissionsvolumen von Staats- und Unternehmensanleihen scheint weltweit weiterhin Druck auf die Laufzeitprämien auszuüben, so dass wir eher nicht über mittelfristige Laufzeiten hinausgehen.
Sinkende Energiepreise könnten sich ebenfalls positiv auf die Renditen europäischer Titel auswirken, da die Renditen von Bundesanleihen in den letzten Wochen eng mit den TTF-Gas-Terminkontrakten korrelierten. Gas-Terminkontrakte gaben in der vergangenen Woche leicht nach, und da die Renditen kurzfristiger Euro-Anleihen im vergangenen Monat um 50 Basispunkte nachgegeben haben, rechnen wir ebenfalls mit einer gewissen Stabilisierung.
Die sich in den letzten Wochen abzeichnende Annäherung zwischen der EU und Kanada ist interessant zu beobachten. Vorläufiger Höhepunkt war die Ankündigung von EU-Präsidentin von der Leyen in dieser Woche, Kanada eine assoziierte EU-Mitgliedschaft anzubieten. Auch wenn dies aus technischen Gründen wahrscheinlich nicht ratifiziert wird, ist es ermutigend, Herzlichkeit und Freundschaft zu beobachten.
Europa würde sich den Zugang zu kanadischen Energieexporten sehr wünschen (wenn nur Quebec dabei helfen würde, ihn zu ermöglichen). In einer Reihe von Bereichen – von der Technologie über die Raumfahrt bis hin zur Verteidigung – scheint es reichlich Spielraum für eine engere Zusammenarbeit und Koordination zwischen der EU und dem „europäischsten Land außerhalb Europas selbst“ zu geben.
Obwohl Kanada im Zuge der US-Politik vor einigen schwierigen Jahren steht, fördert die Herausforderung durch Trumps Agenda eine größere nationale Solidarität und den Willen zur Umsetzung von Maßnahmen. Sie fehlten in den letzten ein oder zwei Jahrzehnten oft. In dieser Hinsicht könnte Kanada mittelfristig wie eine sich verbessernde Makro-Entwicklung erscheinen, auch wenn die kurzfristigen Risiken in die andere Richtung weisen. Wer weiß, vielleicht könnten die kanadischen Freunde sogar Großbritannien dabei helfen, neue freundschaftliche Beziehungen zur EU aufzubauen.
Donald Trump scheint halb empört darüber zu sein, dass die Nachbarn seines Landes sich möglicherweise von ihm abwenden – nach zwei Jahren anhaltender Feindseligkeiten aus Washington. Ob der Wunsch, Kanada zurückzugewinnen, Trump dazu bewegen könnte, Ottawa erneut zu umwerben? Dort dürfte allerdings kaum jemand ungeduldig warten. Unabhängig davon ist eines klar: Premierminister Mark Carney steht derzeit hoch im Kurs, he is Making Canada Great Again.
Erhalten Sie jetzt aktuelle Investment- und Wirtschaftsanalysen unserer Experten direkt in Ihre Mailbox.
Dieses Material wird von RBC Global Asset Management (RBC GAM) ausschließlich zu Informationszwecken bereitgestellt und darf ohne die schriftliche Zustimmung von RBC GAM oder der hier aufgeführten verbundenen Unternehmen nicht vervielfältigt, verbreitet oder veröffentlicht werden. Dieses Material stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Produkten oder Dienstleistungen in irgendeiner Rechtsordnung dar; es ist auch nicht dazu bestimmt, Anlage-, Finanz-, Rechts-, Buchhaltungs-, Steuer- oder sonstige Beratung zu leisten. Diese Informationen dürfen daher nicht als Grundlage für eine solche Beratung oder für Handlungen herangezogen werden. Dieses Material darf nicht an Anleger in Ländern verteilt werden, in denen eine solche Verteilung verboten wäre.
RBC GAM ist die Asset-Management-Sparte der Royal Bank of Canada (RBC), zu der RBC Global Asset Management Inc. (RBC GAM Inc.), RBC Global Asset Management (U.S.) Inc. (RBC GAM-US), RBC Global Asset Management (UK) Limited (RBC GAM-UK) und RBC Global Asset Management (Asia) Limited (RBC GAM-Asia) gehören, die getrennte, aber verbundene Tochtergesellschaften von RBC sind.
In Kanada wird dieses Material durch RBC GAM Inc. (einschließlich PH&N Institutional) zur Verfügung gestellt, die von den Wertpapieraufsichtsbehörden der jeweiligen Provinzen und Territorien beaufsichtigt wird. In den Vereinigten Staaten (USA) wird dieses Material durch RBC GAM-US bereitgestellt, einem auf Bundesebene registrierten Anlageberater. Im Vereinigten Königreich (UK) und in Australien wird dieses Material von RBC GAM-UK bereitgestellt, die von der britischen Finanzaufsichtsbehörde (Financial Conduct Authority) zugelassen und reguliert wird. Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) wird dieses Material von der BlueBay Funds Management Company S.A. (BBFM S.A.) bereitgestellt, die von der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) reguliert wird. In Deutschland, Frankreich, Schweden, Italien, Spanien und in den Niederlanden ist die BBFM S.A. mit einem Niederlassungspass gemäß der Richtlinie über Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (2009/65/EG) und der Richtlinie über die Verwalter Alternativer Investmentfonds (2011/61/EU) tätig. In Spanien ist BlueBay Funds Management S.A. bei der CNMV unter der Nummer 607 registriert. In der Schweiz wird dieses Material durch die BlueBay Asset Management AG bereitgestellt, deren Vertreter und Zahlstelle die BNP Paribas Securities Services, Paris, succursale de Zurich, Selnaustrasse 16, 8002 Zürich, Schweiz ist. In Japan wird dieses Material durch BlueBay Asset Management International Limited bereitgestellt, das beim Kanto Local Finance Bureau des japanischen Finanzministeriums registriert ist. In Asien wird dieses Material von RBC GAM-Asia bereitgestellt, das von der Securities and Futures Commission (SFC) in Hongkong lizensiert ist.
Weitere Informationen zu RBC GAM finden Sie unter www.rbcgam.com.
Dieses Dokument wurde von keiner Wertpapier- oder sonstigen Aufsichtsbehörde geprüft und ist bei keiner solchen Behörde registriert; es kann, soweit dies angemessen und zulässig ist, von den oben genannten Unternehmen in ihren jeweiligen Rechtsordnungen verbreitet werden.
Alle in diesem Dokument enthaltenen Informationen zu Anlage- und Konjunkturaussichten wurden von RBC GAM aus verschiedenen Quellen zusammengestellt. Die von Dritten bezogenen Informationen gelten als zuverlässig. RBC GAM, ihre verbundenen Unternehmen oder sonstige Personen geben jedoch weder ausdrücklich noch stillschweigend eine Zusicherung oder Gewährleistung hinsichtlich ihrer Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit ab. RBC GAM und ihre verbundenen Unternehmen übernehmen keine Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen in diesen Informationen.
Die hierin enthaltenen Meinungen spiegeln die Einschätzung und die Gedanken von RBC GAM wider und können sich jederzeit ändern. Solche Meinungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Anlage- oder Finanzberatung dar. Sie sollten nicht als Grundlage für die Erteilung einer solchen Beratung herangezogen oder dahingehend genutzt werden. RBC GAM übernimmt keinerlei Verpflichtung oder Verantwortung für die Aktualisierung dieser Einschätzungen.
RBC GAM behält sich das Recht vor, diese Informationen jederzeit und ohne vorherige Ankündigung zu ändern, zu ergänzen oder deren Veröffentlichung einzustellen.
Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Anleger können nicht direkt in einen Index investieren.
Einige der in diesem Dokument enthaltenen Aussagen können als zukunftsgerichtete Aussagen angesehen werden, die aktuelle Erwartungen oder Prognosen hinsichtlich zukünftiger Ergebnisse oder Ereignisse widerspiegeln. Zukunftsgerichtete Aussagen stellen keine Garantie für zukünftige Ergebnisse oder Ereignisse dar und sind mit Risiken und Ungewissheiten verbunden. Verlassen Sie sich nicht übermäßig auf diese Aussagen, da die tatsächlichen Ergebnisse oder Ereignisse aufgrund verschiedener Faktoren erheblich von den in solchen zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen abweichen können. Bevor Sie Anlageentscheidungen treffen, empfehlen wir Ihnen, alle relevanten Faktoren sorgfältig abzuwägen.
® / TM Markenzeichen der Royal Bank of Canada. Verwendung unter Lizenz.
© RBC Global Asset Management Inc., 2026