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Auf einen Blick
Mit Nicușor Dan hat der proeuropäische Kandidat die Stichwahl vom 18. Mai um das rumänische Präsidentenamt mit 54% der Stimmen gewonnen. Dan profitierte von der Wahlbeteiligung, die mit 65% höher war als in der ersten Runde (50%), außerdem stimmten in der Stichwahl immerhin 45% der Auslandsrumänen für den Kandidaten der politischen Mitte und nur noch 55% für George Simion. Der Ultranationalist Simion, der in der ersten Runde noch einen souveränen Vorsprung von 20% hatte, hat also Stimmen verloren.
Obwohl der Ausgang unseren ursprünglichen Prognosen entspricht, war das Ergebnis ein Schock, zumal die Regierung nach der ersten Wahlrunde zurücktrat. Schwindende Kaufkraft und geopolitische Risiken sorgen für ein unsicheres politisches Umfeld in Rumänien, das unsere volle Aufmerksamkeit erfordert. Nach dem gestrigen Ergebnis sind wir froh, dass wir am Ende doch recht hatten.
Rumänische Risikoaktiva erholten sich nach dem Sieg von Nicușor Dan: Die Effektivzinsen auf Euro-Anleihen fielen um 45 Basispunkte am vorderen Ende sowie um 30 Basispunkte bei längeren Laufzeiten. Die liquiditätsabhängigeren Anleihen in Landeswährung notierten um 60 bis 80 Basispunkte niedriger, der rumänische Leu wertete um 2% auf.
Die Regierungsbildung dürfte schnell und im ersten Anlauf gelingen, am wahrscheinlichsten ist eine Koalition aus der Nationalliberalen Partei (PNL), einer EU-freundlichen liberalen Oppositionspartei (USR), der Partei der ethnischen ungarischen Minderheit (UDMR) sowie gegebenenfalls auch der Sozialdemokratischen Partei (PSD). Als Gründer der USR-Partei hat sich Nicușor Dan für eine umsichtige Haushaltspolitik und einen EU-konformen Kurs ausgesprochen.
Im Wahlkampf gab er Hinweise auf die Struktur seiner Wunschkoalition mit Ilie Bolojan von der PNL als Premierminister. Mit einer Agenda für Reformen und Haushaltsdisziplin wäre die neue Regierung stärker als die alte und sollte nach unserer Meinung nach Möglichkeiten suchen, die Einnahmen zu erhöhen, z. B. durch eine Erhöhung der Mehrwert- sowie der Einkommensteuer.
Bei gleichem Kurs dürfte sich das Haushaltsdefizit auf 8,5% der Wirtschaftsleistung belaufen; um das Ziel der Europäischen Kommission (EK) von 7 bis 7,5% zu erreichen, müsste die neue Regierung also rund 2,0% einsparen.
Zudem wird die Europäische Kommission Anfang Juni im Rahmen des Defizitverfahrens eine Empfehlung abgeben, zumal Rumänien sein Haushaltsziel für 2024 verfehlt hat. Wahrscheinlich wird die Kommission eine Aussetzung oder Einschränkung des Zugangs zu EU-Mitteln empfehlen, um eine politische Botschaft zu senden und den Druck auf die neue Regierung aufrechtzuerhalten. Auf Grundlage der Empfehlung wird die Europäische Kommission im Juli ein Urteil fällen, die Aussetzung der EU-Mittel ist jedoch nicht gefährdet. Wir gehen davon aus, dass Rumänien auch in Zukunft Zugang zu Finanzmitteln aus dem Resilienz- und Wiederaufbaufonds (RRF) sowie aus den Kohäsions- und Strukturfonds haben wird.
Auch die Ratingagenturen rechnen für das laufende Jahr mit einer Haushaltskonsolidierung und einer Rückführung des Defizits auf den Zielkorridor der Kommission und dürften die Haushaltspläne der neuen Regierung abwarten, bevor sie ein Urteil über die Kreditwürdigkeit des Landes abgegeben. Aktuell haben sowohl Fitch (August) als auch Moodys (September) und S&P (Oktober) eine Überprüfung noch in diesem Jahr angesetzt. Die Märkte befürchten eine Abstufung durch gleich mehrere Agenturen; wir glauben jedoch, dass das Risiko eines Ratingverlusts unter Präsident Nicușor Dan und einer neuen Regierung mit robustem Konsolidierungsplan und anhaltendem Zugang zu EU-Mitteln eher sinken wird.
Bis zu den Wahlen im Dezember des vergangenen Jahres hat die Regierung ihre Defizitziele verfehlt und auch in diesem Jahr ist das Defizit bisher höher als erwartet – die Löhne sowie die inflationsgebundenen Pensionszahlungen sind stärker gestiegen und bedürfen zweifellos Reformen.
Wir werden beobachten, wie sich die Lage nach der Ankündigung des neuen Haushalts entwickeln wird und ob die Maßnahmen noch in diesem Jahr die gewünschte Wirkung zeigen werden, zumal bis Jahresende nur noch sechs Monate bleiben. Rumänische Anleihen in Hartwährung werden seit einiger Zeit mit High-Yield-Risikoaufschlägen gehandelt. Wenn wir jedoch unter der neuen Regierung eine positive Haushaltsentwicklung sehen, dürften die Ratingagenturen von einer Abstufung vorerst absehen.
Wir bevorzugen weiterhin in Euro notierte rumänische Anleihen, die nach unserer Einschätzung mit einem Abschlag gehandelt werden und gleichzeitig eine angemessene Carry-Rendite abwerfen. Entscheidend ist, dass die Regierung durch die neue Aufbau- und Resilienzfazilität der EU auch weiterhin Zugang zu günstigen Zuschüssen und Darlehen hat. Gleichzeitig ist die Vergabe von Mitteln an wirtschaftliche und soziale Reformen geknüpft, die für die längerfristige Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit entscheidend sind.
Alle Daten von Bloomberg oder aus öffentlich zugänglichen Quellen; Stand: Mai 2025.
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