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Die Fed agiert derweil nach dem Prinzip Hoffnung und lässt den Markt laufen – und bisher machen die Aktienmärkte ungeachtet aller Risiken mit. Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen für eine Börsenkrise in Großbritannien, denn die Politik in Westminster gleicht derzeit einem Tollhaus, sagt Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management.
Hier sein aktueller Marktkommentar:
Die Anleiherenditen weltweit sind angesichts des zunehmenden Inflationsdrucks, der die Stimmung belastet, weiter angestiegen. Bereits seit mehr als 60 Monaten in Folge hat der US-Verbraucherpreisindex (CPI) das 2-Prozent-Ziel der Fed überschritten. Vor diesem Hintergrund hat das US-Finanzministerium diese Woche erstmals seit 2007 30-jährige Anleihen mit einem Kupon von 5 % begeben.
Kurzfristig ist die Beschleunigung des Preisdrucks in den USA auf die steigenden Energiepreise seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten zurückzuführen. Allerdings erklärt das nicht vollständig den Sprung der US-Erzeugerpreise im letzten Monat von 4,0 % auf 6,0 %.
Viele US-Ökonomen gehen seit einiger Zeit davon aus, dass sich der Preistrend wieder dem Mittelwert annähern und die Inflation zurück zum Zielwert führen wird. Richtig ist: Sollten die Lieferketten im Nahen Osten wieder funktionieren, könnten die Ölpreise im Frühjahr 2027 niedriger sein als heute. Das dürfte zu einem deutlich günstigeren Marktumfeld beitragen.
Aber: Je länger die Inflation vom Zielwert abweicht, desto stärker wird sich ein höheres Inflationsniveau in den Preiserwartungen verankern. Das führt dazu, dass Arbeitnehmer höhere Löhne fordern, um sicherzustellen, dass ihre Realeinkommen nicht geschmälert werden. Ein solcher Lohndruck dürfte erst nachlassen, wenn der Arbeitsmarkt unter einem deutlich ungünstigeren Wachstumsumfeld leidet.
Vorerst wird das Wachstum in den USA jedoch durch die enormen Tech-Investitionen gestützt. Dazu kommt, dass denjenigen höhere Löhne gezahlt werden müssen, die die schlechter bezahlten Jobs besetzen, die bisher von Migranten übernommen wurden – zum Beispiel für Gärtner, die Kinderbetreuung oder Reinigungskräfte.
Um Inflationssorgen zu entkräften, wird häufig mit KI argumentiert. Ihr Einsatz soll in den kommenden Quartalen Produktivitätssteigerungen vorantreiben, von denen man annimmt, dass sie zu niedrigeren Preisen führen werden. Auf kurze Sicht führt der Ansturm auf den Bau von Rechenzentren und den Ausbau von Kapazitäten jedoch eher zu Engpässen, was sich offenbar preistreibend auswirkt.
Ungeachtet der erhöhten Inflation erwarten wir, dass die Fed unter Kevin Warsh eine optimistischere, vorausschauende Sicht auf die Preise beibehält. Aus dieser Perspektive erscheint die Hürde für Zinserhöhungen weiterhin sehr hoch.
Wir gehen davon aus, dass die US-Gesamtinflation in den nächsten Monaten 4,5 % erreichen wird. Die US-Notenbank dürfte vorerst dennoch eine eher „transitorische“ Haltung einnehmen und darauf hoffen, dass eine Normalisierung der Energiepreise und ein Ende der Lieferkettenengpässe in den kommenden Monaten die Notwendigkeit reduziert, Maßnahmen zu ergreifen. Diese Einschätzung kann sich natürlich ändern, falls sich die Krise im Nahen Osten weiter hinzieht.
Derzeit scheinen die meisten Beobachter davon auszugehen, dass ein Friedensabkommen kurz bevorsteht. Manche Nachrichten-Kanäle platzieren offenbar jedes Mal, wenn die Börsen zu schwanken beginnen, Meldungen über ein bevorstehendes Abkommen, so dass diese Erwartung bislang nicht wirklich in Frage gestellt wurde. Doch mit jeder Woche scheint der Druck des Iran weiter zu steigen, und die Trump-Regierung sucht immer dringlicher nach einem Ausweg.
Dies könnte auf eine letztendliche Niederlage der USA hindeuten. Doch da die Positionen beider Seiten nach wie vor weit auseinanderliegen, ist ein rascher Ausweg aus der aktuellen Sackgasse eher nicht zu erwarten. Folglich besteht weiterhin das Risiko, dass die Energiepreise steigen, zumal die Reserven zur Neige gehen. Und solange kein Ende des Konflikts in Sicht ist, ist es schwierig, den Höhepunkt der Inflation vorherzusagen.
Unterdessen war in Großbritannien eine weitere Woche von politischen Entwicklungen überschattet. Mehrere Rücktritte von Ministern zeigen den Vertrauensverlust in den Premierminister und deuten darauf hin, dass sein Rücktritt unmittelbar bevorstehen könnte.
Innerhalb der Labour-Partei zeichnet sich Andy Burnham, der amtierende Bürgermeister von Manchester, als favorisierter Nachfolger ab. Burnham muss sich jedoch erst noch einen Sitz im Unterhaus sichern, was wiederum einen schnellen Übergang an der Spitze verhindern dürfte.
Angesichts der jüngsten Wahlergebnisse ist es allerdings nicht sicher, dass Burnham als Labour-Kandidat bei einer Nachwahl siegen würde. Und falls er als Bürgermeister von Manchester zurücktritt, würde er dieses Amt womöglich Reform UK überlassen (es sei denn, der Fußballer Gary Neville tritt für Labour an).
Nach dem China-Gipfel zwischen Trump und Xi ist der nächste wichtige Termin im Kalender des US-Präsidenten die Feier zum 4. Juli, die in diesem Jahr den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung markiert. Beobachter gehen davon aus, dass Trump sicherstellen will, dass der Konflikt im Nahen Osten rechtzeitig vor diesem Jubiläum beendet ist.
Einige Experten in Washington haben angedeutet, dass dies in den nächsten ein bis zwei Wochen Raum für eine letzte militärische Eskalation schaffen könnte. Mit 21 Prozent ist Trumps Zustimmungsrate derzeit so niedrig, dass er wenig zu verlieren hat. Tatsächlich verschlechtern sich die Aussichten für die Republikaner bei den Zwischenwahlen weiter, so dass der Kampf um den Senat nun völlig offen ist.
Sollte sich die Lage für Trump im Laufe des Sommers noch weiter verschlechtern, könnten sogar Diskussionen über ein scheinbar weit hergeholtes Szenario aufkommen. Danach könnten die Demokraten 60 Sitze gewinnen und wären in der Lage, 2027 gegen Trump ein Impeachment-Verfahren einzuleiten.
Unbeeindruckt von den makroökonomischen und politischen Problemen haben US-Aktien ihre Rallye fortgesetzt. Sowohl Verbraucher als auch Unternehmen verschulden sich oder nutzen vorhandenes Kapital, um zu konsumieren oder zu investieren. Das stützt die Gewinne im S&P. Da die Fed unter Warsh dieser Entwicklung wahrscheinlich nicht entgegenwirken wird, könnte sich der Trend vorerst fortsetzen, auch wenn die Bewertungen sehr hoch sind.
In vielerlei Hinsicht ist es verlockend zu glauben, dass nur eine echte US-Rezession ausreichen würde, um die tief verwurzelte „Buy-the-Dip“-Mentalität einzudämmen. Wir bezweifeln allerdings, dass Anlagen außerhalb der USA und des Tech-Booms solche Kurse aufrechterhalten können. Insbesondere bei Anleihen sind wir vorsichtig. Wir gehen davon aus, dass die Spreads nicht weiter steigen können und die Wirtschaft in den kommenden Wochen und Monaten wahrscheinlich eher düstere Nachrichten produziert.
In der Politik wird das Umfeld in den USA zunehmend chaotisch, wenn man den Aussagen von Regierungsinsidern Glauben schenkt. Doch wenn im Weißen Haus Chaos herrscht, dann ist Westminster das reinste Tollhaus. Eine Wahl zur Führung von Labour, die das Land weiter nach links rücken lässt, könnte zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt stattfinden. Die fragile Stimmung am Markt für britische Staatsanleihen hat die Renditen auf ein 30-Jahres-Hoch getrieben.
Fraglich ist, ob Investoren bereit wären, einem Kandidaten wie Burnham einen Vertrauensvorschuss zu geben, oder ob sie lieber erst verkaufen und dann Fragen stellen. Es besteht also das Risiko einer erneuten Marktkrise in Großbritannien. Und es könnte einen weiteren Premierminister geben, dessen Amtszeit kürzer ist als die eines Managers des FC Chelsea.
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